3.2.1 Folgen von Offshore-Windkraft
Folgen der Offshore-Windkraftanlagen auf die marine Biodiversität
Der Ausbau der Offshore-Windenergie bringt zwar Fortschritte bei der Energiewende, stellt jedoch eine starke Belastung für die marine Biodiversität dar – insbesondere durch den Unterwasserlärm, den sie während des Baus und Betriebs verursachen. Die Errichtung der Fundamente, meist durch Impulsrammung, erzeugt Schallpegel von bis zu 200 Dezibel, was weitreichende negative Auswirkungen auf Meeressäuger, Fische und die Boden-Lebensgemeinschaften, also benthischen Lebensgemeinschaften, hat.
Dazu findest du mehr im Kurs ,,Lärmverschmutzung".
Die Bau, Betriebs- und Rückbauphase von Offshore-Windanlagen hat unterschiedliche Auswirkungen auf die marine Biodiversität, wobei jede Tiergruppe unterschiedlich stark und auf spezifische Weise betroffen ist.
Folgen für Fische
Für Fische kann der Bau von Windanlagen durch die Sedimentaufwirbelung physische Schäden verursachen, die Fortpflanzung beeinträchtigen oder sogar tödliche Folgen haben.
Abb. 16: Supercaliphotolistic - Lachs – canva.com.
Folgen für Vögel
Seevögel wie Trottellummen, Sterntaucher und Basstölpel verlieren durch Offshore-Windparks Lebensräume und Rastgebiete. Einige Arten von Seevögeln meiden Anlagen weiträumig. Trottellummen halten beispielsweise einen Abstand von bis zu 20 km. Bei der Realisierung der derzeit geplanten Windparks würden Trottellummen deshalb knapp 70 % ihres Lebensraums verlieren, zusammen mit den dort verfügbaren Nahrungsressourcen. Andere Vogelarten, die Windkraftanlagen nicht meiden, können mit diesen kollidieren und sich dabei tödlich verletzen.
Abb. 17: Stella-Trottellummen – canva.com.
Folgen für benthische Lebensräume

Abb. 18: pierivb -Trottellummen – canva.com.