3.2.1 Meerestiere sterben
Plastikmüll in den Meeren stellt für die Lebewesen dort eine große Gefahr dar.
Gefangen im Plastikmüll
Viele Tiere wie Robben, Wale, Delfine, Schildkröten und Seevögel verfangen sich im Plastik, insbesondere in Fischernetzen und Verpackungsmaterialien, was oft zu Strangulation, Ertrinken oder langfristigen Verletzungen führt.
Abb. 19: Elles Rijsdijk - Seerobbe in gefangen in einem Fischernetz - canva.com.
Plastikmüll ist keine Nahrung
Zudem verwechseln Meerestiere Plastikstücke und Mikroplastik mit Nahrung, was zu Verhungern durch Magenfüllung, Verdauungsblockaden oder inneren Verletzungen führt.

Abb. 20: Plastikatlas 2019/ Van Franker - Plastik ist keine Nahrung - CC BY 4.0.
Plastikmüll bringt Schadstoffe
Kunststoffe enthalten giftige Chemikalien, die im Körper der Tiere Entzündungen und hormonelle sowie genetische Schäden verursachen können. Unser Müll kostet jedes Jahr bis zu 135.000 Meeressäugern und einer Million Meeresvögeln das Leben.
Darüber hinaus dienen schwimmende Plastikteile vielen Organismen als Transportmittel, wodurch sie in neue Lebensräume gelangen und dort die Ökosysteme stören können, insbesondere wenn sie keine natürlichen Fressfeinde haben. Sie dienen jedoch nicht nur Organismen, sondern auch Schadstoffen als „Mitfahrgelegenheit“. Sowohl Plastik als auch die im Meer schwimmenden Schadstoffe sind hydrophob (=wasserabweisend). Daher gehen sie keine Verbindungen mit dem Meerwasser ein, sondern die Plastikpartikel ziehen die Schadstoffe wie ein Magnet an, während sie das Wasser abstoßen. Die Aufnahmefähigkeit wird noch erhöht, weil die kleinen Partikel eine vergleichsweise große Oberfläche haben. Somit docken die Schadstoffe an die Plastikpartikel an und können quer durch die Weltmeere reisen und in die Nahrungskette gelangen.
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