Weltweit spielt das Recycling von Plastik eine geringe Rolle, da häufig die Verbrennung als Entsorgungsmethode genutzt wird. 

Abb. 14: Norbert Nagel - Müllverbrennungsanlage der Firma Thermal Conversion Compound im Industriepark Höchst - CC BY-SA 3.0.Im Bereich der Plastikmüllentsorgung, wird über die Hälfte der CO₂-Emissionen durch die Müllverbrennung erzeugt. Auch in Deutschland wird mehr als die Hälfte der Plastikprodukte verbrannt, was zahlreiche schwer abbaubare Giftstoffe freisetzt. Bei der Müllverbrennung gelangen bei unzureichender Abgasfilterung giftige Stoffe wie Dioxine, Furane, Quecksilber, Cadmium und Blei in die Umwelt. 

Abb. 14: Norbert Nagel - Müllverbrennungsanlage der Firma Thermal Conversion Compound im Industriepark Höchst - CC BY-SA 3.0.

Abb. 14: Radler59 - Wasserturm im ehemaligen Kali-Bergwerk Bleicherode - CC BY-SA 4.0. Auch moderne Müllverbrennungsanlagen können Schadstoffe nicht vollständig entfernen, sodass diese in Filterstaub und Asche verbleiben und auf Deponien oder in Baustoffen landen. In Bleicherode, Thüringen, werden beispielsweise die Rückstände aus den Filtern deutscher Müllverbrennungsanlagen in Bergwerken gelagert. Jährlich kommen dort 350.000 Tonnen Staub und Asche an, und in ca. 10 Jahren wird das Endlager voll sein.

Abb. 15: Radler59 - Wasserturm im ehemaligen Kali-Bergwerk Bleicherode - CC BY-SA 4.0. 

Die Schadstoffe reichern sich in Böden und Gewässern an, bauen sich nur langsam ab und können dadurch langfristige Umwelt- und Gesundheitsschäden verursachen. 

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In der Grafik siehst du, über welche Wege der Mensch Schafstoffe aufnimmt und welche Auswirkungen das hat. Vervollständige die Grafik, indem du die jeweiligen Elemente auf die korrekte Stelle ziehst.

Abb. 16: mycelia gGmbH - Schadstoffaufnahme durch Plastikentsorgung - CC BY-SA.

Dioxine und Furane können auf Menschen und Tiere krebserregend und hormonell störend wirken, sowie Pflanzen in ihrem Wachstum und ihrer Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Dies stört das Gleichgewicht der Ökosysteme, da bestimmte Arten abnehmen oder verschwinden, was der Struktur und Funktion der gesamten Ökosysteme schadet. Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium und Blei, die über die Nahrungskette (Biomagnifikation) aufgenommen werden, können Nierenschäden und Schäden am Nervensystem verursachen.

Zudem ist die Verbrennung von Kunststoffen energieaufwendig und teuer, wird aber oft als „Thermisches Recycling“, „Ersatzbrennstoff (EBS)“ oder „Energie aus Abfall“ vermarktet.

Auswirkungen auf das Klima

Die Plastikproduktion und -entsorgung gehen mit der AusbeutungDie Erde brennt fossiler Ressourcen, Bodenbelastung, der Erzeugung von CO₂-Emissionen und der Freisetzung giftiger Schadstoffe einher. Insbesondere durch die hohe CO₂-Emission hat die Plastikproduktion unmittelbar Einfluss auf die Klimaerwärmung. Nicht nur der CO₂-Anstieg, sondern auch die Schadstoffe belasten Lebewesen und wirken sich auf ihre Existenz und den Nahrungskreislauf aus. Werden Natur und Tiere belastet, ist auch unser Lebensraum, also wir, gefährdet. Es zeigt sich ,,Alles hängt mit allem zusammen“ (Alexander von Humboldt). 


Zuletzt geändert: Montag, 15. Dezember 2025, 17:01