Die Nutzung von Meeresenergie, einschließlich Wellenkraft, steckt weltweit noch in den Anfängen. Trotz des enormen Energiepotenzials von Strömungen, Wellen und Gezeiten befinden sich die zugehörigen komplexen und stark standortabhängigen Technologien größtenteils im Demonstrations-Stadium.

Abb. 12: Scottish Government - Pelamis Wellenkraft im European Marine Energy Centre, Orkney - CC BY 2.0.

Abb. 12: Scottish Government - Pelamis Wellenkraft im European Marine Energy Centre, Orkney - CC BY 2.0.

Weltweit gibt es bisher nur wenige kommerziell genutzte Anlagen wie beispielsweise das Wellenkraftwerk in Mutriku (Spanien) oder das Meeresströmungs-Kraftwerk MeyGen (Schottland).

Auch wenn noch nicht wirtschaftlich skalierbar, bieten  die Technologien langfristig Potenzial für eine diversifizierte, nachhaltige Energieversorgung. Die Kombination verschiedener Meereskraftwerke könnte in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Erneuerbaren Energien werden.

Die geografischen Bedingungen an deutschen Küsten sind für eine wirtschaftliche Nutzung der Wellenkraft wenig geeignet, weshalb der Fokus hier auf der Forschung und der Entwicklung innovativer Technologien liegt, um in wachsenden Exportmärkten konkurrenzfähig zu sein. So fördert Deutschland beispielsweise die Entwicklung und Demonstration von Wellenenergie-Konvertern und Meeresströmungs-Turbinen.

Neben der klassischen Wellenkraft werden weitere Technologien wie die Gezeitenenergie, Ozeanthermische Energie und Salzgradient-Energie erforscht. Sie nutzen ebenfalls Wasser als Energiequelle, befinden sich aber noch in einem frühen Stadium und werden vor allem in Forschungsprojekten und Pilotanlagen getestet.


Zuletzt geändert: Donnerstag, 24. Juli 2025, 15:31