3.1.1 Wasserkraft
Wasserkraft ist eine wichtige Erneuerbare Energiequelle, deren Potenzial in Deutschland jedoch weitgehend ausgeschöpft ist.
Abb. 11: DedMityay - Wasserkraftwerk - canva.com.
Je nach Wasserstand deckt sie jährlich etwa 2,9 – 3,8 % des gesamten Brutto-Strom-Verbrauchs. Das bedeutet, dass sie ungefähr 2,9 – 3,8 % von allem Strom erzeugt, der insgesamt verbraucht wird, also auch in Haushalten, Industrie und Verkehr. Heute macht Wasserkraft mit sinkender Tendenz nur noch rund 8 % der Erneuerbaren Stromerzeugung aus und spielt im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energieträgern eine zunehmend geringere Rolle.
Über 90 % des Stroms stammt aus großen Laufwasserkraftwerken an Flüssen wie Rhein, Donau und Inn. Kleine Anlagen leisten trotz ihrer hohen Anzahl nur einen geringen Beitrag. Pumpspeicher- und Speicherkraftwerke spielen eine untergeordnete Rolle bei der Wasserkraftnutzung.
Mit einem technisch-ökologischen Potenzial von ca. 25 Terawattstunden pro Jahr sind die Ausbaumöglichkeiten begrenzt. Zusätzlich könnten längere Trockenperioden durch den Klimawandel den Ertrag künftig um bis zu 15 % bis Ende des 21. Jahrhunderts verringern.
Insgesamt bleibt Wasserkraft ein wichtiger, wenn auch begrenzter Baustein der Energiewende. Der Schwerpunkt ihrer Nutzung liegt zunehmend auf der Optimierung bestehender Anlagen und der Minimierung ökologischer Auswirkungen, um weiterhin einen nachhaltigen Beitrag zur Energieversorgung zu leisten.