3.2.1 Algenwälder
Die verschiedenen Eintragswege von Nährstoffen, wie Abwasser, Dünger oder Luftschadstoffe, führen zur Überdüngung und damit zu einem übermäßigen Wachstum kleiner Algen, die das Wasser stark trüben. Das führt zum Verlust von Seegraswiesen und Unterwasser-Algenwäldern. Dabei sind Algenwälder und Seegraswiesen echte Superheldinnen des natürlichen Klimaschutzes.
Die Superpower der Algenwälder 
Lebensraum
Neben dem Klimaschutz bieten Algenwälder auch unverzichtbare Lebensräume für zahlreiche marine Arten. Sie bieten vielen Meerestieren als Schutz, Nahrungsquelle und Brutstätte. Seesterne, Seeigel und Muscheln leiden und sogar Fischsterben kann eine weitere Folge sein. Auch Schweinswale und Seehunde suchen in diesen vielfältigen Habitaten nach Beute. Der Verlust von Seegraswiesen und Algenwäldern hat sogar dazu geführt, dass das Seepferdchen in der Nordsee fast ausgestorben ist.
Abb. 16: Michael Zeigler - Kelp Forest - canva.com.
CO₂- Speicher
Algenwälder nehmen CO₂ aus der Luft auf und speichern es in ihren Pflanzen. Allerdings bleibt der Kohlenstoff nicht immer dort, weil Strömungen die Algen in andere Meeresgebiete oder an Land treiben. Wie viel CO₂ langfristig gespeichert wird, hängt davon ab, wie schnell die Algen zerfallen und wie gut der Kohlenstoff an neuen Orten gebunden wird, dazu wird noch geforscht.
Abb. 17: Kindel Media - Kelp Underwater - canva.com.

Über die Bedeutung von Seegraswiesen als natürliche Klimaschützer erfährst du mehr im Kurs Ölverschmutzung.
