3.4 Positive Trends

Die Richtlinien und Maßnahmen zeigen Erfolg – Klimaschützer erholen sich!
Die Eutrophierungsbewertung von HELCOM (für die Ostsee) und OSPAR (für den Nordostatlantik) zeigt einige positive Trends. Sie sind Ergebnisse langjähriger Schutz- und Wiederaufbaumaßnahmen, die im Rahmen der regionalen Übereinkommen zur Reduzierung der Eutrophierung durchgeführt wurden.
Seegraswiesen sind zurück
Aus Untersuchungen des Alfred-Wegener-Instituts geht hervor, dass die Seegrasflächen im schleswig-holsteinischen Wattenmeer in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen haben. Das ist ökologisch bedeutsam, da viele Wattvögel und auch Jungfische dort ein reichhaltiges Nahrungsangebot vorfinden. Darüber hinaus stellen die Seegraswiesen einen idealen Laichplatz für viele Fischarten wie Heringe und Hornhechte dar. Seegraswiesen sind zudem wichtige CO₂- Binder und somit ein wichtiger Faktor für den Erhalt erhalt unseres Klimas auf der Erde.
Rückgang der Nährstoffeinträge
Obwohl die Nährstoffeinträge derzeit noch nicht den angestrebten Zielwert, um eine Eutrophierung der Gewässer zu verhindern, erreicht haben, zeigt sich eine rückläufige Tendenz.
Es wurde ein signifikanter Rückgang der Nährstoffeinträge, insbesondere von Stickstoff und Phosphor, in vielen Gebieten der Ostsee und des Nordostatlantiks verzeichnet. Beispielsweise hat sich der Phosphoreintrag in die Gewässer seit den 1990er Jahren um bis zu 50 % verringert. Das ist ein wichtiger Schritt zur Verringerung der Eutrophierung.
Verbesserung der Wasserqualität
In einigen Küstengebieten und offenen Meeresbereichen wurden Verbesserungen der Wasserqualität festgestellt, darunter eine verringerte Algenblüte und eine bessere Sichttiefe des Wassers.
Wiederherstellung der marinen Lebensräume
Neben den Seegraswiesen zeigen auch andere wichtige marine Lebensräume, wie Unterwasser-Algenwälder und Muschelbänke, Anzeichen von Erholung in bestimmten Gebieten.
Zunahme der Sauerstoffverfügbarkeit
In einigen zuvor stark betroffenen „Toten Zonen“ wurde eine Verbesserung des Sauerstoffgehalts im Bodenwasser beobachtet, was auf eine Erholung des ökologischen Zustands hindeutet. Beispielsweise ist die Gesamtfläche der problematischen Gebiete im Nordostatlantik von etwa 169.000 km² im Jahr 2003 auf 100.000 km² im Jahr 2017 gesunken.

Möchtest du mehr über die Bedeutung von Seegraswiesen für das marine Ökosystem wissen, dann erfährst du mehr dazu in den Kursen Meereserwärmung und Ölverschmutzung.
