2.1 Steckbrief Schadstoffe
Was sind Schadstoffe?
Schadstoffe sind Substanzen, die in die Umwelt gelangen und negative Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und Menschen haben können. Sie können natürlichen oder menschlichen Ursprungs sein und kommen in Luft, Wasser, Boden oder Lebensmitteln vor. Beispiele sind Pestizide (aus der Landwirtschaft), Industriechemikalien (aus Abwässern oder illegaler Entsorgung), Arzneimittel (aus Kläranlagen oder unachtsam entsorgten Medikamenten), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe), Öl (von Tankerunfällen) und Schwermetalle.
Das Meer ist eine Senke für Schadstoffe, indem es viele dieser Schadstoffe aufnimmt und speichert. Die Wirkung der Schadstoffe hängt dabei von ihrer Art, Konzentration und Exposition ab.
Abb. 3: mycelia gGmbH - Steckbrief Schadstoffe - canva.com/ CC BY-SA.
Abkürzungen
PBT-Stoffe: persistente, bioakkumulierbare und toxische Schadstoffe
Chemische Substanzen, die als besonders gefährlich für Umwelt und Gesundheit gelten, weil sie die genannten drei charakteristische Eigenschaften aufweisen.
PFAS: Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (Per- and Polyfluoroalkyl Substances)
Eine Gruppe von langlebigen Chemikalien, die in vielen Alltagsprodukten (z. B. Teflon, wasserabweisende Kleidung, Feuerlöschschaum) vorkommen und sich in der Umwelt und im Körper anreichern.
PCB: Polychlorierte Biphenyle
Eine Gruppe giftiger, langlebiger Industriechemikalien, die früher in Kühlflüssigkeiten, Lacken und Dichtungsmassen verwendet wurden und heute wegen ihrer Umwelt- und Gesundheitsgefahren verboten sind.
DDT: Dichlordiphenyltrichlorethan
Ein früher weit verbreitetes Insektizid, das aufgrund seiner schädlichen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit (z. B. dünnere Eierschalen bei Vögeln) in vielen Ländern verboten wurde.

Über die Eutrophierung von Gewässern erfährst du mehr im Kurs Eutrophierung.
