1.3.2 Braunkohle-Abbau in NRW
Der Braunkohle-Abbau hat in NRW Tradition, das Geschäft hat jedoch Folgen für die Umwelt und Menschen in der Umgebung – so auch für den Hambacher Wald und die Menschen in Lützerath. Bekanntheit erlangten die beiden Orte vor allem durch den Widerstand der Menschen gegen den dortigen Braunkohle-Abbau.
Heute noch wird Braunkohle abgebaut, um uns mit Strom zu versorgen. Der größte Tagebau-Konzern ist RWE. Der Standort von RWE ist in Essen, abgebaut wird die Kohle in den Abbau-Gebieten Garzweiler, Hambach und Inden (NRW). Auf dem Bild siehst du einen Schaufelrad-Bagger mit Bandanlage in einem Braunkohle-Tagebau in NRW. Im Hintergrund ist ein Absetzer zu sehen.
Abb. 7: RWE Tagebau Inden.
Damit RWE weiter Braunkohle abbauen kann, beansprucht er weitere Gebiete für den Abbau. Dies hat bereits dazu geführt, dass Menschen aus ihren Häusern und Dörfern vertrieben wurden. Der Hambacher Wald wird dabei schrittweise abgeholzt. Viele Menschen sprechen sich vehement gegen diese Umwelt-Zerstörung aus.
Der Landwirt Eckhard Heukamp hat 2022 in dem Ort Lützerath am Braunkohle-Tagebau Garzweiler als letzter seinen Hof und die damit direkt verbundenen Flächen an RWE verkauft.
Für Heukamp war das eine schwere Entscheidung:
„Ich habe lange gekämpft, ich habe das Urteil in Münster abgewartet, aber meine Hoffnung hat sich nicht bestätigt.“
Das Ober-Verwaltungsgericht (OVG) Münster hatte entschieden, dass RWE das Grundstück abbaggern darf. Damit ist das Dorf Lützerath (Ortsmarker auf der Karte) für den Braunkohle-Abbau verschwunden.
Abb. 8: Deutschlandkarte - Ortsmarker Lützerath.