Professor Dr. Ulf Riebesell

Abb. 23: Zitat von Dr. Ulf Riebesell vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

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Wieso problematisiert Prof. Dr. Riebesell den Verkauf von CO₂-Zertifikaten durch Alkalinitätserhöhung im Ozean in Bezug auf mögliche Risiken für das Leben im Meer?



Alle Aspekte sind für den Umgang mit unserer Umwelt und der Erde wichtig zu bedenken!

Prof. Dr. Riebesell verdeutlicht mit seiner Aussage die Notwendigkeit, potenziellen Risiken und Auswirkungen der Alkalinitätserhöhung im Ozean durch umfassende Forschung zu untersuchen, um sicherzustellen, dass diese Maßnahmen tatsächlich umweltverträglich und nachhaltig sind.

Der Klimaerwärmung entgegen zu wirken, erfordert einen ganzheitlichen Blick auf die Anwendung von Methoden. Schutzmaßnahmen und Technologien, die an einer Stelle die Erde belasten und schaden, um an anderer zu helfen, sind nicht nachhaltig. Entsprechend strittig ist die Investition und Anwendung von Geoengineering-Methoden. 


Der BUND-Niedersachen hat in seinem Positionspapier Geoengineering oder ökologischer Klimaschutz fünf Kernforderungen herausgestellt, in denen er sich deutliche gegen Geoengineering positioniert.

Forderung des BUND

Abb. 24: Forderungen des BUND-Niedersachsen.
Der BUND und auch das Bundesumweltamt sprechen sich deutlich gegen Geoengineering-Methoden und für natürlichen Klimaschutz aus. 
Sie erklären, dass Geoengineering und negative Emissionen die notwendigen Anstrengungen zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen nicht ersetzen könne. Aktuell seien diese Maßnahmen auf dem derzeitigen Emissionsniveau unwirksam. Der BUND lehne die Meeresalkalinisierung, Ozeandüngung, CCS, SRM, die Einbringung von Pyrolysekohle in Böden und den großflächigen Anbau von Biomassepflanzen ab, da diese Techniken ungetestet, nicht sicher skalierbar, energieintensiv und ökologisch schädlich seien, was verheerende Folgen für Biodiversität und Ökosysteme haben könnte.

Hingegen sei die Reduzierung von CO₂-Emission entscheidend und Natürlicher Klimaschutz gefordert. Biogene Kohlenstofffixierung kann Klima- und Biodiversitätsschutz vereinen. Der BUND fordert die Förderung von ökologischem Land- und Waldbau, Wiederbewaldung mit standortgerechten Baumarten, Moorschutz, Wiedervernässung trockengelegter Moore und die Revitalisierung degradierter Böden. Entscheidungsgrundlagen sollten demnach harte Fakten“ sein, die auch Aspekte wie Konsumwandel, Suffizienz, nicht-ökonomische Regulierung und gesellschaftliche Transformationen berücksichtigen, statt sich nur auf die vom IPCC ausgewerteten ökonomischen Modelle, also „weiche Zahlen“, zu stützen.


Abb. 25: Natürliche Superkräfte (Klima Campus).


Die Forderung des BUND steht stellvertretend für weitere Forschungfelder zum Schutz der Meere. Beispielsweise wird in der Tiefseeforschung seit Jahrzehnten zwischen Umweltschützer*innen und Unternehmen, die Interesse an Manganknollen haben, gestritten. Klick hier, um zum Kurs Tiefseebergbau zu gelangen und mehr zu erfahren.  

Entsprechend der Forderungen des BUND und anderen Wissenschaftler*innen und Umweltschützer*innen gibt es Forschungen, die zu nachhaltigem Natur- und Lebewesenschutz forschen, um der Klimaerwärmung zu entgegnen.
Hier sind einige Forschungen, die nach nachhaltigen Lösungen zum Schutz von Korallenriffen suchen, die du dir bei Interesse genauer angucken kannst: 


Weitere Forschungen beschäftigen sich mit der assistierten Evolution für resistentere Arten. Im nächsten Kapitel erfährst du mehr über die Zucht von „klimafesten“ Korallen. Das Great Barrier Reef soll „klimafest“ gemacht werden, indem resistente Korallen gerettet und gezüchtet werden, um der Klimaerwärmung standzuhalten. 

Zuletzt geändert: Mittwoch, 19. März 2025, 08:16