Die Auswirkungen der Versauerung auf das marine Ökosystem und für die CO2-Aufnahme der Meere sind bekannt. Die Folgen sind weitreichend. 

Klar ist: die wichtigste Maßnahme, um der Meeresversauerung entgegenzuwirken, ist eine drastische Senkung der Emissionen von Treibhausgasen!

Gleichzeitig forschen Wissenschaftler*innen an verschiedenen Ansätze, um der Versauerung ergänzend entgegenzuwirken. 

Forschungsansätze

Erdgeschichte als Wegweiser

Abb. 9: mycelia gGmbH - Die Erdzeitalter und ihre Dauer - CC BY-SA.Die Erdgeschichte zeigt, dass Meere schon in der Vergangenheit saurer wurden, oftmals mit schwerwiegenden Folgen, wie vor allem für kalkbildende Lebewesen. So verschwanden beim letzten Ozeanversauerungsereignis vor 56 Millionen Jahren viele der damaligen Korallenarten für immer aus den Meeren. Auch wenn heute der pH-Wert zehnmal schneller sinkt als in der Vergangenheit, untersuchen Wissenschaftler*innen, wie zu der Zeit das Leben im Meer auf saureres Wasser reagiert hat, um mögliche Anpassungsstrategien entwickeln zu können.







Abb. 9: mycelia gGmbH - Die Erdzeitalter und ihre Dauer - CC BY-SA.


Champagner Sites

Abb. 10: gyro - Champagne - canva.com. Wissenschaftler*innen untersuchen sogenannte „Champagner Sites“. Das sind Meeresregionen, in denen beispielsweise größere Mengen an Kohlendioxid aus natürlichen, vulkanischen Quellen entweichen. Zudem unterliegt der pH-Wert des Meerwassers natürlichen Schwankungen, beeinflusst durch Jahreszeit und Region. Solche natürlich sauerstoffarmen Regionen werden untersucht, um zu sehen, welche Meeresbewohner sich an einen niedrigen pH-Wert anpassen können – und welche nicht.


Abb. 10: gyro - Champagne - canva.com

Alkalinitätserhöhung im Ozean - mCDR

Abb. 11: homedesign - Kalkstein - canva.com. Im Verwitterungsprozess binden Mineralien wie Silikat oder Kalk im zerkleinerten und verteilten Zustand im Oberflächenwasser CO₂.

Die Mineralien können in Minen an Land abgebaut, per Schiff aufs Meer transportiert und dort im Wasser verteilt werden. Im Oberflächenwasser gehen die alkalischen Mineralien eine chemische Bindung mit CO₂ ein.

So können Meere nicht nur mehr CO₂ binden, sondern es wird gleichzeitig der Meeresversauerung entgegen gewirkt. An sich gäbe es weltweit ausreichend Mineralien, um damit alle CO₂-Emissionen zu binden, jedoch müsste für die benötigte Menge und Aufbereitung der Mineralien ein ganz neuer Bergbau und eine indu­strielle Fertigung in großer Dimension aufgebaut werden.

Abb. 11: homedesign - Kalkstein - canva.com

Pfeil

Möchtest du weitere Geoengineering-Methoden kennenlernen? Im Kurs Weltklima findest du neben der Ozeanalkalisierung weitere Technologien.




Zuletzt geändert: Dienstag, 10. März 2026, 14:41