Wie wird das Meer saurer?

Seit 1850 werden die Meere saurer. Die Versauerung der Meere ist ein komplexer chemischer Prozess, beeinflusst durch die übermäßig Aufnahme von CO₂:

1. Übermäßige CO₂-Emissionen: Wir Menschen sorgen für übermäßige CO₂-Emissionen in der Atmosphäre.


2. Aufnahme von CO₂: Die Ozeane absorbieren große Mengen an CO₂ aus der Atmosphäre. Dieses Gas löst sich im Meerwasser.


3. Chemische Reaktion der Versauerung: Im Wasser reagiert das Kohlenstoffdioxid (CO₂) mit Wasser (H₂O) und bildet Kohlensäure (H₂CO3). Die Kohlensäure ist nicht sehr stabil und zerfällt schnell in Wasserstoffionen (H+) und Hydrogen-Carbonat-Ionen (HCO₃−).


4. Versauerung: Die freigesetzten Wasserstoffionen erhöhen die Säurekonzentration im Meerwasser, was dazu führt, dass der pH-Wert sinkt – das Wasser wird saurer. Kohlendioxid löst sich besonders gut in kaltem Wasser. Je kälter, desto mehr CO₂ wird aufgenommen, desto saurer wird das Wasser. Deshalb schreitet die Ozeanversauerung insbesondere in den Polarregionen voran.

In der folgenden Animation wird der Prozess der Ozeanversauerung veranschaulicht.

  
  
Abb. 4:  framekollektiv/Mycelia gGmbH - Versauerung der Meere - CC BY-SA.


Insbesondere für kalkbildende Lebewesen wie Korallen und Muscheln verursacht das saure Wasser Störungen in der Bildung von Kalkschalen. Folglich können die Lebewesen sich nicht mehr ausreichend vor Fressfeinden schützen  und Korallenriffe, die wichtige Lebensräume für viele Meeresbewohner darstellen, sind bedroht. Dazu mehr in 3. Dive Deeper!.


Zuletzt geändert: Dienstag, 10. März 2026, 16:19