3.1.1 Landwirtschaft

Abb. 5: mycelia gGmbH - Schadstoffe gelangen ins Meer durch die Landwirtschaft - canva.com/ CC BY-SA.
Zustand von Gewässern

Dünger und Pestizide gelangen durch Abfluss von Feldern in Flüsse und schließlich in die Meere. Die Untersuchung von kleinen Fließgewässern in Deutschland hat gezeigt, dass viele Bäche, die oft in landwirtschaftlich genutzten Gebieten liegen, erheblich mit Pestiziden belastet sind. Besonders besorgniserregend ist, dass die in Zulassungsverfahren festgelegten Konzentrationen für Pestizide in vier von fünf untersuchten Bächen überschritten wurden. Das geschieht vor allem im Frühjahr und Sommer, wenn Pestizide intensiv eingesetzt werden. In jedem dritten Bach wurden sogar mehrere Pestizide gleichzeitig in Konzentrationen gefunden, die über den akzeptablen Grenzwerten lagen. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass kleine Gewässer in landwirtschaftlich genutzten Gebieten besonders gefährdet sind und häufig die vorgesehenen Sicherheitsgrenzen überschreiten, was potenziell schädliche Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme hat. Pestizide können also giftig für Meerestiere sein und die Meeresökosysteme schädigen.
Folgen
Pestizide enthalten chemische Substanzen, die bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitsschädlich sein können. Sie gelangen über Nahrung, Wasser oder direkten Kontakt in den menschlichen Körper und können Atemwegserkrankungen, Hautreizungen, neurologische Schäden oder sogar Krebs verursachen. Über die Nahrungskette können Pestizide etwa von Algen auf Fische und schließlich auf den Menschen übertragen werden (Bioakkumulation). Rückstände in Lebensmitteln stellen dabei ein besonders hohes Risiko dar.

Abb. 6: mycelia gGmbH - Bioakkumulation - canva.com/ CC BY-SA.
