Lössboden der Super-Wasser-Speicher

Der Lössboden ist ein sehr guter Wasserversorger für Pflanzen und nicht ohne Grund zum „Boden des Jahres 2021“ gekürt worden. 

Lössboden entstand in der letzten Eiszeit, als feines Gesteinsmehl vom Wind abgelagert wurde und bildet heute die Grundlage der fruchtbarsten Ackerböden. 

Abb. 37: Matauw  - Zuckerrübenfeld - canva.com.

Abb. 37: Matauw  - Zuckerrübenfeld - canva.com

Je feiner die Poren, desto höher kann das Wasser durch die Kapillarkraft aufsteigen. Im Lössboden ist das Zusammenspiel von Kapillarkraft und Wasserleitfähigkeit ideal. Die feinen Lösspartikel sind locker gelagert, sodass das Wasser aufsteigen kann und die Poren gleichzeitig nicht zu dicht sind, damit die Pflanzenwurzel das Wasser aufnehmen können. So bilden sie ein optimales Porennetzwerk. Das macht den Lössboden zum perfekten Speicher für Wasser. In langen Trockenzeiten ist er ein Lebensretter, indem er das Wasser durch die Kapillarkraft aus tieferen Schichten nach oben saugt und versorgt so Kulturen wie die durstige Zuckerrübe. 

Gleichzeitig ist Löss extrem empfindlich gegenüber Wind- und Wassererosion und kann sich ohne neue Eiszeit nicht neu bilden. Darum muss Lössboden durch Pflanzendecken, Hecken und schonende Nutzung besonders geschützt werden.


Challenge Time

Challenge Time

In der Grafik siehst du drei verschiedene Bodentypen mit unterschiedlicher Porendichte. Je nach Porengröße kann das Kapillarwasser (blauer Pfeil) im Boden unterschiedlich gut aufsteigen und so die Pflanzen mit Wasser versorgen.

Welcher Bodentyp bietet die beste Wasserversorgung für Pflanzen?
Ordne die Felder den passenden Bodentyp zu. 


Abb. 38: mycelia gGmbH - Boden als Wasser-Speicher- CC BY-SA.


Zuletzt geändert: Montag, 5. Januar 2026, 11:45